124. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin
14. - 17. April 2018, Mannheim
Alle Newsletter

Innere Medizin – Medizin für den ganzen Menschen
Walter Siegenthaler (1923 – 2010)

Industrie

Herzlich Willkommen!

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

die 124. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin steht
unter dem Leitthema

„Innere Medizin – Medizin für den ganzen Menschen“.

Mit diesem Leitthema – es ist ein Ausspruch von Prof. Walter Siegenthaler
– soll verdeutlich werden, dass trotz erfolgreicher Spezialisierung in den
Schwerpunkten der Inneren Medizin es der holistische Zugang zu den uns anvertrauten
Patienten ist, der unsere Diagnostik und Therapie leiten soll. Dies
ist deshalb von Bedeutung, da wir immer mehr chronisch kranke Menschen
betreuen, bei denen eine restitutio ad integrum meist nicht möglich ist.
Bei parallel existierenden chronischen Leiden ist die Progredienz individuell
verschieden und unser therapeutisches Vorgehen deshalb je nach Krankheit
ganz verschieden.

weiter lesen
Der demographische Wandel ist als Begriff in aller Munde, besser spricht man
wohl von der demographischen Chance. Dies deshalb, als es heutzutage mehr
Regel als Ausnahme ist, ein hohes Alter erreichen zu können. Hierzu hat
die rasante Entwicklung des medizinischen Wissens wie auch des therapeutischen
Armentariums viel beigetragen. Der Tribut, den wir dafür zahlen, ist
das meist parallele Vorhandensein mehrerer häufig chronischer Krankheiten
(Multimorbidität) mit einer begleitenden Polypharmazie und ihren spezifischen
Herausforderungen. Die klassische Evidenzbasierte Medizin (EBM)
kommt hierbei an ihre Grenzen, solange sie neben Studienresultaten und
daraus abgeleiteten Leitlinien nicht auch die Erfahrung des Arztes und die
Patientenpräferenzen in die Entscheidungen inkludiert. Der betagte Mensch
hat meist auch andere Ziel- und Zeitperspektiven, die es zu berücksichtigen
gilt. Klinische Endpunkte sind denn neben dem Überleben auch mehr der
Erhalt der Funktionalität und damit der Selbstständigkeit. Die Einteilung der
Krankheiten nach ICD (International Classification of Diseases) ist aus Sicht
der Betroffenen künftig sicherlich mehr durch diesen funktionellen Aspekt
zu ergänzen, was durch den ICF (International Classification of Functioning,
Disability and Health) berücksichtigt wird, bei dem soziale Teilhabe einen
wichtigen Teilaspekt darstellt. Gerade hier greift auch die Initiative „Klug
entscheiden“ der DGIM, da sie Fragen zur Über-, aber eben auch Unter- und
Fehlversorgung in den einzelnen Schwerpunkten der Inneren Medizin adressiert
und über die kommenden Jahre auch weiter beleuchten wird.

Nicht antipodisch, aber erfreulich ergänzend haben sich die therapeutischen
Möglichkeiten sowohl im konservativen wie interventionellen Bereich in den
letzten Jahren rasch weiterentwickelt. Hier zeigen sich immer mehr größere
Schnittmengen zu den klassischen operativen Fächern durch minimal invasive
Verfahren mit erstaunlichen technologischen Innovationen. Organzentren
suchen denn auch den Schulterschluss zwischen verschiedenen Fächern, weit
über die Innere Medizin hinaus. Am Kongress soll ein spezieller thematischer
Fokus die Interaktion mit der Neurologie sein, da sich gerade bei der Therapie
älterer Menschen mit diesem Fach viele fachliche Kontakte bedingen.

Für die Betreuung von Menschen mit chronischen Leiden – über alle Altersgruppen
hinweg – braucht es auch ein multidisziplinäres Team. So sind wir als
Internisten immer mehr Teil fein austarierter Versorgungssysteme, in
denen Interdisziplinarität erst zielführend im Sinne der Patientenpräferenzen
ist. Hierzu ist eine Verstärkung der Versorgungsforschung notwendig, da
Versorgungsstrukturen einen starken lokalen Faktor besitzen, für den internationale
Erfahrungen nur partiell übernommen werden können. Hierbei ergibt
auch die Akademisierung vieler Berufsgruppen im Gesundheitswesen neue
Fokussierungen und Chancen. Innerhalb dieser Zusammenarbeit wird die sich
rasch entwickelnde Digitalisierung der Medizin ein wichtiges Bindeglied sein.

Die Ernährung ist neben körperlicher Aktivität und Sozialkontakten eines der
drei Standbeine, die die Lebenserwartung mitbestimmen. In einer Zeit, in
der Nahrung bei uns praktisch immer und überall verfügbar ist, ergeben
sich in Bezug auf die Nahrungszusammensetzung wichtige Fragen, respektive
Interventionsoptionen. Der raschen Zunahme übergewichtiger Menschen –
immer mehr auch Kinder und Jugendliche – steht die hohe Zahl betagter
Menschen mit einer Unter- und Fehlernährung gegenüber.
Gerade bei dieser Bevölkerungsgruppe ist aber der Verlust von Körpermasse
und dabei vorab Muskelmasse mit abnehmender Funktionalität und dem
„Frailty-Syndrom“ verbunden. Das Spektrum der Ernährungsmedizin soll
deshalb am Jahreskongress 2018 ein spezieller Fokus sein.

Freund oder Feind – die konstante immunologische Auseinandersetzung mit
unserer Umgebung und uns selbst ist konfliktträchtig. Die uns besiedelnden
Mikrorganismen, die Infektionskrankheiten, aber auch alle inflammatorischen
Systemerkrankungen bis hin zu den Allergien betreffen alle Bereiche
der Inneren Medizin. Fundamentale neuere Erkenntnisse in diesen Bereichen
gehören zu den großen Erfolgen sowohl in der Diagnostik als auch der Therapie
der modernen Medizin.

Die Hauptthemen des Kongresses umfassen:
1. Chronische Krankheiten und EBM
(Trias Studien, Arzterfahrung und Patientenpräferenzen)
2. Multimorbidität und Polypharmazie
3. Internisten als Teil interdisziplinärer Teams
4. Rehabilitation als Bindeglied zu sozialer Teilhabe
5. Bakterien, Viren und Co
– von der friedlichen Koexistenz zur tödlichen Bedrohung
6. Das Gehirn: Schaltstelle zwischen Neurologie und Innerer Medizin
7. Im Netz verfangen – Systemerkrankungen des Immunsystems
8. Eure Nahrung sei eure Medizin
9. Mikrobiom: Der Darm lebt und lenkt
10. Versorgungsstrukturen – Versorgungsforschung

1. Chronische Krankheiten und EBM
(Trias Studien, Arzterfahrung und Patentenpräferenzen)
Als Geriater betreuen wir im multidisziplinären Team vorab Menschen jenseits
der 80 Jahre. Diese Patientinnen und Patienten leiden meist unter mehreren
(chronischen) Krankheiten, sie zeigen eine Multimorbidität. Die Evidenzbasierte
Medizin (EBM) fußt primär auf der Erforschung und daraus resultierenden
Therapieempfehlungen aufgrund einer Monopathologie. Dass diese
Studien meist nicht an dieser (hoch)betagten Bevölkerungsgruppe durchgeführt
wurden, sei, weil wichtig, auch erwähnt. Setzt man die Leitlinien,
welche aufgrund der EBM erstellt werden, unreflektiert um, generiert man
Probleme bei den Menschen, die mehr als fünf Krankheiten und damit mindestens
fünf Leitlinienempfehlungen in sich vereinen. Eine gewisse Priorisierung
entsprechend der Zielgrößen fußend auf den Therapiezielgrössen des
Patienten ist deshalb unabdingbar. Das ist denn auch, was David Sackett als
Trias der EBM verstand: Hochwertige klinische Studien, Erfahrung des Arztes
und die Patientenpräferenzen. In Zeiten der „big data“ wird gerne vergessen,
dass in komplexen Strukturen – und der Mensch ist glücklicherweise im besten
Sinne „komplex“ – es die Individualisierung ist, die letztendlich die ärztliche
Kunst ausmacht. Die Heilkunst meint hier eben nebst Wissen und Übung auch
die Wahrnehmung und Intuition.

2. Multimorbidität und Polypharmazie
Multimorbidität – drei oder mehr parallel bestehende Krankheiten – verursacht
meist auch eine Polymedikation. Von Polypharmazie wird gesprochen, wenn
regelmäßig fünf oder mehr Medikamente eingenommen werden müssen. Dies
ist bei der Betreuung unserer Patienten häufiger die Regel als die Ausnahme.
Diese Polypharmazie ist auch alles Andere als primär schlecht, bedingt sie
doch einen wesentlichen Teil der Langlebigkeit in meist gut erhaltener Funktionalität.
Dennoch sind unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) häufig
und nicht selten Grund zur Hospitalisation. Polypharmazie führt auch zu einer
Abnahme der Adhärenz. Inwieweit eine „poly-pill“ hier Hilfe bieten kann,
wird aktuell wieder mehr diskutiert. Ganz allgemein ist eine Priorisierung in
Absprache mit den Patienten („shared decision making“) wichtig.

3. Internisten als Teil interdisziplinärer Teams
Durch den Umstand, dass wir als Internisten immer mehr Menschen mit chronischen
Krankheiten betreuen – unabhängig vom Umstand einer alterenden
Gesellschaft – besteht die Gefahr der über die Zeit abnehmenden Funktionalität.
Dem zu begegnen überschreitet den rein medizinisch-betreuenden
Bereich und um den Betroffenen umfassend/in allen Bereichen/beim Erreichen
bestmöglicher Funktionalität möglichst gut zu unterstützen, bedarf es
multidisziplinärer Teams. Viele dieser Berufsgruppen akademisieren sich zunehmend.
Ein wichtiges Beispiel hierzu sind die Pflegeberufe.

4. Rehabilitation als Bindeglied zu sozialer Teilhabe
Die Wiederherstellung der Selbständigkeit und Wiedereingliederung einer
behinderten oder von Behinderung bedrohten Person in das berufliche und/
oder gesellschaftliche Leben ist eines der Hauptanliegen der von uns betreuten
Patienten. Gerade aus Sicht der Geriatrie kommt der Rehabilitation eine
zentrale Rolle zu, als sie häufig eine soziale Teilhabe erst wieder ermöglicht.
So können aber rehabilitative Erfolge wie zum Beispiel die Möglichkeit des
selbstständigen Transfers vom Bett in den Stuhl erst Unabhängigkeit bedeuten.
Rehabilitation ist auch deshalb wichtig, als vor Dezennien der präventive
Nutzen zur Krankheitsverhinderung in gewissen Bereichen noch gar nicht
bekannt oder möglich war.

5. Bakterien, Viren und Co
– von der friedlichen Koexistenz zur tödlichen Bedrohung
Global gesehen sind Infektionskrankheiten nach wie vor eine der großen Geißeln
der Menschheit mit einer hohen Morbidität und Mortalität. Dies gilt in
etwas abgeschwächter Quantität auch für unsere Breitengrade. Die genetische
Veränderung von Keimen per se, aber auch deren Sensitivität gegenüber Antibiotika
mit zunehmenden Resistenzen führt dazu, dass Infektionskrankheiten
weiterhin zum „täglichen“ Brot aller Internisten gehören, in welcher Fachrichtung
auch immer sie arbeiten.

Impfprogramme sind auch ein Dauerbrenner, zumal leider trotz klar nachgewiesener
Effektivität die Impfraten nicht das Ausmaß erreichen, das sie eigentlich sollten.

Die gerade geschilderten Herausforderungen führen aber auch dazu, dass das
Spezialwissen von Infektiologen immer mehr gefragt ist. Dies ist auch deshalb
von Bedeutung, da die Menschen – auch Betagte – in einer globalisierten
Welt auch in Ländern unterwegs sind in denen es Infektionskrankheiten
gibt, die uns zu wenig oder nicht mehr in ihrem gesamten Spektrum bekannt
sind (z.B. Tuberkulose). Die vielen Krisenherde der Welt mit den menschlichen
Schicksalen und den daraus resultierenden Flüchtlingsströmen sind
eine weitere Herausforderung bezüglich bei uns zu therapierender Infektionskrankheiten.

Der Umstand, dass eine HIV-Infektion noch vor nicht langer Zeit meist tödlich
verlief sich heute jedoch zu einer chronischen Krankheit entwickelt hat, zeigt
auch exemplarisch auf, wie stark sich das Gebiet der Infektiologie wandelt.

6. Das Gehirn:
Schaltstelle zwischen Neurologie und Innerer Medizin
„Mens sana in corpore sano“ – ja, ohne gesunden Körper geht es auch dem
Geiste schlecht! Viele der neurologischen Erkrankungen- zentral im Gehirn
oder peripher – haben ihren Ursprung in internistischen Erkrankungen. Sei dies
der Schlaganfall, periphere Neuropathien und Vieles mehr, so ist der pathogenetische
Ursprung weit mehr systemisch als lokal. Gerade auch bei neurodegenerativen
Erkrankungen, wie bei den meisten Demenzformen, ist deshalb
eine enge Verzahnung zwischen der Inneren Medizin und der Neurologie
eminent wichtig. Dies ist nicht unidirektional möglich, zeigen doch auch
neuro-degenerative Erkrankungen wie der Morbus Parkinson praktisch obligat
innerhalb des Krankheitsverlaufes internistische Komplikationen wie
Motilitätsprobleme im Magen-Darmtrakt bis hin zu Aspirationspneumonien auf, um
einige wenige zu nennen. Wie wichtig und zielführend eine enge Zusammenarbeit
zwischen diesen verschiedenen Gebieten ist, zeigt sich vor allem bei
der Betreuung multimorbider betagter Menschen. Gerade hier zeigt sich das
Leitthema des Kongresses, dass eben die Innere Medizin die Medizin für den
ganzen Menschen darstellen kann und soll.

7. Im Netz verfangen – Systemerkrankungen des Immunsystems
Gerade aus diesen häufig auch selteneren Krankheiten – und dazu gehören
viele der immunologischen Systemerkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis
– sind in den letzten Jahren sehr viele wichtige Impulse gekommen
– durch tieferes pathophysiologisches Verständnis und darauf aufbauend spezifische
Therapien wie die „Biologicals“. Diese haben längst auch Eingang in die
Therapie anderer, immunologisch mitbestimmter Krankheiten, wie zum Beispiel
bei den entzündlichen Darmerkrankungen aber auch neurologischen Leiden,
gefunden.

8. Eure Nahrung sei eure Medizin
Dieser Satz von Hippokrates zeigt, dass nutritive Aspekte schon in der Antike
im Zusammenhang mit gesundheitlicher Prävention und Therapie als zentral
wichtig angesehen wurden. Die Ernährungsmedizin hat dennoch nicht den
Stellenwert, den sie verdienen würde. Dies beginnt mit einer marginalen Präsenz
des Fachs im Medizinstudium, was dazu führt, dass die gesundheitlichen
Probleme in Zusammenhang mit Mangel-, Fehl- und Überernährung in den
verschiedenen Betreuungsstrukturen häufig nicht die Priorität erhalten, die
sie sollten. Nahrungszufuhr ist auch so zentral für das Leben, dass sich Jeder
irgendwie als „Kenner“ versteht, was präventive Empfehlungen oft schwierig
gestalten lässt.

9. Mikrobiom: Der Darm lebt und lenkt
Unter Mikrobiom verstehen wir die Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden
Mikroorganismen, respektive die mikrobiellen Genome. Ein erwachsener
Mensch wird dabei von zirka 100 Billionen Bakterien besiedelt. Die meisten
davon „leben“ im Gastrointestinaltrakt in einer symbiotischen Beziehung mit
uns. Diese kaum vorstellbare Zahl uns besiedelnder Keime erhält aktuell eine
hohe Beachtung, auch in der Laienpresse. Ist das Mikrobiom somit quasi
unser „Über-Ich“ im Sinne von Sigmund Freud? Wenn dem so wäre, würde
das Mikrobiom als biologisch-moralische Instanz gesundheitliche Wert- und
Normvorstellungen mitbedingen.

Wenn man die Presse verfolgt, könnte man meinen, dem sei so. Doch besitzt das
Mikrobiom im zeitlichen Kontinuum und inhaltlichen Spektrum eine weitere
Sphäre: Das Mikrobiom wird uns zwar über die Mutter mitgegeben
(„family fingerprint“), kann sich aber über die Lebensspanne hin auch
in relativ kurzer Zeit substantiell verändern. Dies bedeutet, wenn man dem
Mikrobiom gesundheitsmodulatorische Bedeutung zumisst, dass durch
eine Veränderung der Ernährung dies zum Guten oder Schlechten hin
orientiert werden kann.

Damit würde die Aussage „man ist, was man isst“ tatsächlich stimmen und
Hippokrates hätte doppelt recht gehabt. So wird das Mikrobiom aktuell sowohl als
Risikofaktor wie Modulator für Krankheiten wie Diabetes mellitus und/oder
Demenz diskutiert. Therapeutisch werden Stuhltransplantationen bei gewissen
entzündlichen Darmerkrankungen sowie bei Darminfekionen (Clostridium
difficile) mit positiven Ergebnissen eingesetzt.

10. Versorgungsstrukturen – Versorgungsforschung
Urbanisierung, Entvölkerung relevanter Gebiete in den nächsten Jahrzehnten,
Konzentration der Kliniklandschaft, relativ hohes durchschnittliches Alter der
internistischen Kolleginnen und Kollegen im ambulanten Bereich, und nicht
zuletzt Feminisierung der Medizin mit häufig anderen Lebensentwürfen im
Spagat zwischen Beruf und Familie haben zur Folge, dass eine fundierte
perspektivische Auseinandersetzung mit Versorgungstrukturen zur Garantie einer
weiterhin hochstehenden Versorgung der Bevölkerung sehr wichtig ist. Die
Gesundheitsversorgung ist von Land zu Land nicht nur aus den oben genannten
Gründen, sondern auch aufgrund der Geschichte der medizinischen Versorgung
recht verschieden. So können Resultate aus der Versorgungsforschung
aus dem – auch europäischen – Ausland nur bedingt übernommen werden.
Eine verstärkte politisch mitgetragene und unterstützte Versorgungsforschung
ist deshalb von großer Bedeutung. Auch hier zeigt sich auch die Wichtigkeit
der engen Vernetzung der „allgemeinen“ Inneren Medizin mit ihren zum
Teil hochspezialisierten Schwerpunkten. Diese ist einer Matrixorganisation
gleich nur dann erfolgreich, wenn alle beteiligten Partner systemisch vernetzt
sind. Die Verzahnung von Dienstleistung und Forschung über die Berufs-
und Fächergrenzen hinweg wird eine der großen Herausforderungen der
kommenden Jahre sein.

Neben den sicherlich persönlich gewählten 10 Schwerpunktthemen wird an
der Jahrestagung im Jahre 2018 eine Fortbildung durch das gesamte Gebiet
der Inneren Medizin und damit durch den ganzen Menschen erfolgen. Das
Programm soll dazu dienen, sowohl jüngeren wie älteren Kollegen die gesamte
Palette der Inneren Medizin und die neuen Erkenntnisse des voran
gegangenen Jahres mittels diverser Lehrangebote zu bieten.

Abschließend noch eine Bemerkung zum Kongressbild 2018: Es ist vom Graphiker
und Künstler Domo Löw aus Basel, meiner Heimatstadt. Es illustriert
die Schwerpunktthemen. Vieles dabei ist selbsterklärend, die „Locke“ im Haar
ist der Basler Bischofsstab, das „bleu-blanc-rouge“ eine Hommage an das
Gastland Frankreich für den Kongress 2018: Für mich als Basler quasi das „la
France voisine“. Die Grenze im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz
liegt im Rheinhafen im Wasser. Es versinnbildlicht damit nicht nur, dass Grenzen
fließend und damit eben auch lebendig und offen sind, sondern auch den
Impetus der Jahreskongresse der DGIM: Aufbauend auf gegebenen Strukturen
offen bleiben für sich Bewegendes – „panta rhei“ – so wird auch für sie als
Kollegen der Fluss der Entwicklungen in allen Facetten der Inneren Medizin
am Kongress in Mannheim hoffentlich viel Neues und im positiven Sinn Bewegendes
bieten können.

So freue ich mich auch im Namen der DGIM schon jetzt darauf, Sie als Kolleginnen
und Kollegen der Inneren Medizin und deren Schwerpunktfächern im
Jahr 2018 zum Jahreskongress in Mannheim begrüssen zu dürfen und wünsche
ihnen allen viele erfrischende kollegiale Kontakte.

Es grüßt Sie herzlich
Cornel Sieber

Einladung des Vorsitzenden
der DGIM 2017/2018

Prof.Sieber Bild 5_ba

Cornel Sieber